Das Immunsystem und Krebs

Das Immunsystem ist ein wichtiger Teil des Körpers und hat die Aufgabe, den Menschen vor Krankheiten zu schützen. Es ist auch die erste Verteidigungslinie gegen Krebs. Das Immunsystem besteht aus vielen verschiedenen Zellen, Geweben und Organen, die zusammenarbeiten, um Infektionen und Fremdstoffe abzuwehren, die in Ihren Körper eindringen.

Es gibt zwei Arten von Immunzellen, B-Zellen und T-Zellen. B-Zellen sind diejenigen, die Antikörper bilden. Sie werden zur Bekämpfung von Infektionen eingesetzt. Die T-Zellen helfen Ihnen, körperfremde Stoffe zu erkennen und zu zerstören. Sowohl B-Zellen als auch T-Zellen werden im Knochenmark gebildet. Sobald sie gebildet sind, wandern sie durch den Blutkreislauf und das Lymphsystem zu ihrem Bestimmungsort. Dort erfüllen sie dann ihre spezifische Funktion. Bei einer Infektion greifen die T-Zellen Bakterien oder Viren an, die in den Körper eingedrungen sind, und zerstören sie. Liegt keine Infektion vor, bilden die B-Zellen Antikörper, die jede fremde Substanz angreifen, die in den Körper gelangt ist.

Sobald das Immunsystem eine fremde Substanz identifiziert hat, schickt es weiße Blutkörperchen aus, um sie zu zerstören. Die weißen Blutkörperchen haben drei Hauptfunktionen. Erstens verteidigen sie den Körper, indem sie fremde Eindringlinge wie Bakterien und Viren angreifen. Zweitens helfen sie, beschädigtes Gewebe zu reparieren. Drittens helfen sie, den Blutgerinnungsprozess im Körper zu regulieren.

Wenn die weißen Blutkörperchen am Ort des fremden Eindringlings ankommen, setzen sie chemische Stoffe, so genannte Zytokine, frei. Diese Zytokine sagen anderen Zellen, was sie zu tun haben. Sie sagen auch den weißen Blutkörperchen, wie sie sich verhalten sollen, wenn sie ihr Ziel erreicht haben. Es gibt zwei Arten von Zytokinen. Zytokine, die von T-Helferzellen (Th1) produziert werden, sind für die Aktivierung der B-Zellen verantwortlich. Zytokine, die von zytotoxischen T-Zellen (Th2) stammen, sind für die Zerstörung der fremden Eindringlinge verantwortlich. Sobald die B-Zellen und T-Zellen ihr Ziel erreicht haben, beginnen sie mit der Produktion weiterer Zytokine.

Bei den vom Immunsystem produzierten Zytokinen handelt es sich entweder um Th1- oder Th2-Zytokine. Wenn das Immunsystem Th1-Zytokine produziert, tut es dies, um den Körper zu schützen. Dies ist der Fall, wenn das Immunsystem eine Infektion bekämpft. Produziert das Immunsystem hingegen Th2-Zytokine, so tut es dies, um den Körper vor einer Entzündung zu schützen. Dies ist der Fall, wenn die Immunreaktion nicht erforderlich ist. Wenn man sich zum Beispiel schneidet, wird das Immunsystem aktiviert und beginnt, Th1-Zytokine zu produzieren. Dadurch können die weißen Blutkörperchen an den Ort der Verletzung wandern und den Heilungsprozess einleiten. Nachdem die Wunde verheilt ist, beginnt das Immunsystem mit der Produktion von Th2-Zytokinen, und die Entzündung klingt ab.

Das Immunsystem kann überreizt werden und anfangen, körpereigenes Gewebe anzugreifen. Dies wird als Autoimmunerkrankung bezeichnet. Es gibt mehrere verschiedene Autoimmunerkrankungen. Eine der häufigsten ist die rheumatoide Arthritis. Rheumatoide Arthritis ist eine entzündliche Erkrankung, die zu Schmerzen und Schwellungen der Gelenke führt. Das Immunsystem greift die Gelenke an, wodurch sie anschwellen und sich entzünden.

Es gibt auch mehrere Erkrankungen, die das Immunsystem beeinträchtigen und zu Fehlfunktionen führen können. Dazu gehören HIV, AIDS und Hepatitis C. Diese Krankheiten schwächen das Immunsystem und ermöglichen es, dass es sich mit Viren und Bakterien infiziert. Dies kann zu einer Vielzahl von Krankheiten, einschließlich Krebs, führen.

Das Immunsystem und Krebs
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